16. Jahrhundert

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Grundlinien der historischen und intellektuellen Entwicklung

Für Europa war die Zeit am Ende des 15. Jahrhunderts und dem Beginn des 16. sehr ereignisreich. Der Buchdruck war gerade erst erfunden und der amerikanische Kontinent noch auf kaum einer europäischen Karte verzeichnet. Neue Formen der Produktion und die Entwicklung neuer Technologien verschoben die wirtschaftlichen Kräfteverhältnisse. Gleichzeitig wurden die mittelalterlichen Wert- und Ordnungsvorstellungen zunehmend in Frage gestellt und mit der Renaissance antikes Gedankengut wiederentdeckt. Das Individuum rückte ins Blickfeld und alte Formen politischer Ordnung wurden abgelöst. In dieser bewegten Zeit, sind auch viele (politische) Denker neue Wege gegangen und haben Ideen und Vorstellungen geprägt, die bis heute nachwirken. Dabei verbinden sie auf faszinierende Weise mittelalterliche Vorstellungen, die uns befremdlich erscheinen mögen, mit ‚modernen' Ideen, die uns allzu vertraut sind.

Inhaltsverzeichnis


Zentrale Probleme des politischen Denkens

Zentrale Figuren des politischen Denkens

Bedeutende Denker des 16. Jahrhunderts sind unter anderem Machiavelli, Morus, Luther und Bodin. Jeder dieser Denker trägt eine andere Perspektive (politikberatend, utopisch, religiös, juristisch) auf die Umwälzungen seiner Zeit vor und ist geprägt durch Entwicklungen in seinem europäischen Heimatland (Italien, England, Deutschland, Frankreich) und auf dem ganzen Kontinent. Den roten Faden des Seminars soll die Frage nach den möglichen Ähnlichkeiten ihres Denkens an der Zeitenwende sein und wir wollen herausarbeiten, welche Stärken (und Schwächen) ihre unterschiedlichen Herangehensweisen haben.

Politische Konflikte in Europa

Die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts war geprägt vom Ringen der herrschenden Kräfte um die Vormachtstellung in Europa. Karl V., der nach Maximilian I. die kaiserliche Nachfolge im Heiligen Römischen Reich antrat, strebte nach einer weltweiten Herrschaft („Dominium mundi“) und leistete sich infolge zahlreiche Kriege, vor allem mit der Monarchie Frankreich. Im späteren 16. Jahrhundert nimmt im Reich Karls V. der Fürstenaufstand eine zentrale Rolle ein, in Frankreich waren die Hugenottenkriege prägend und die Niederlande kämpften um ihre Unabhängigkeit von der spanischen Herrschaft. (vgl. Lutz 2000, S. 28, 42-48, 104-112)

Das 16. Jahrhundert wurde von zahlreichen Konflikten durchzogen. Während jeder Konflikt die Geschichte auf seine Weise beeinflusst hat, gibt es einige die wegen ihrer großen Tragweite besonders genannt werden sollten (siehe unten folgende Auflistung). Ein weiteres, wichtiges Ereignis war 1588 der Sieg der englischen Flotte über die spanische Armada. Dadurch konnte England die Bedrohung durch Spanien nahezu ausschliessen und die Vormachtstellung in der Seefahrt ausbauen (Lutz 2002, Seite 82ff).

Die politischen Konflikte lassen sich in ihrer Gesamtheit nicht von den konfessionellen Disputen und Umbrüchen jener Zeit trennen, die Reformation stellte das kaiserliche Reich und dessen Strukturen vor neue Herausforderungen und die Idee des universalen christlichen Herrschers grundsätzlich in Frage. Am 31. Oktober 1517 proklamierte der Mönch Martin Luther seine 95 Thesen(Lutz 2002, Seite 23ff), was zur einer Spaltung der Kirche führte und damit die Grundlage für zahlreiche Konflikte legte. 1533 bricht der englische König Heinrich der VIII mit der katholischen Kirche und setzt sich selbst an die Spitze der englischen Kirche(Lutz 2002, Seite 41ff).


Ritterkrieg, Bauernaufstände

Auf den Ritterkrieg 1522/23 folgten die Bauernaufstände, die im Frühling des Jahres 1525 ihren Höhepunkt erreichten.(Lutz 2002, S.35-36)

Schon seit dem 14.Jahrhundert gab es in Europa und Deutschland vereinzelte Bauernaufstände. Diese wurden aber meist schnell von der Obrigkeit niedergeschlagen („Bundschuh“ 1502/13 und 17; „Armer Konrad“ 1514). Ab 1524 erhoben sich die Bauern vor allem in Mittel- und Süddeutschland. Die Aufstände weiteten sich bis nach Österreich und Tirol aus. (Quelle einfügen)

Eine genauere Erläuterung zu den Bauernkriegen findet sich auf dieser Seite unter 5.3.2 Bauernkriege oder unter Bauernkrieg

Schmalkaldischer Krieg 46/47

Im Schmalkaldischen Bund schlossen sich im Jahr 1531 sieben protestantische Fürsten und 16 protestantische Städte zusammen, um sich gegen den Kaiser zu behaupten und sich im Kriegsfall gegenseitig Beistand zu leisten.(vgl. Iserloh 2000, S. 278) Als es 1546 zu einem Krieg kam, verspielten die Schmalkaldener ihre anfängliche Überlegenheit durch unentschlossenes Handeln. Dazu kam, dass sich der protestantische Moritz von Sachsen, der heimlich einen Vertrag mit dem Kaiser eingegangen war, zusammen mit König Ferdinand gegen den Schmalkaldischen Bund wendete. Am 24. April 1547 musste sich der Schmalkaldische Bund geschlagen geben - trotz der Tatsache, dass der Papst dem Kaiser seine Unterstützung in letzter Minute entzogen hatte. (vgl. Iserloh 2000, S. 296-300; Lutz 2000, S. 82)

Der Fürstenaufstand

Im Reich mehrte sich die Unzufriedenheit mit den Beschlüssen des Augsburger Reichtages von 1548. Dies führte im März 1551 zu einem Aufstand einiger protestantischen Fürsten unter der Führung von Heinrich II.. Durch den Vertrag von Chambond wurden die Fürsten von Frankreich unterstützt, das dem Kaiser den Krieg erklärte und die Fürsten mit Geld und Waffen half. Frankreich war für dieses Bündnis, da es sich Sorgen um eine zu große Macht des Kaisers machte und ausserdem als Gegenleistung Grenznahe Bistümer verlangte.

Im August 1552 schlossen die Fürsten und der Kaiser den Passauer Vertrag ab. Die Fürsten beendeten das Bündnis mit Frankreich und die kaiserlichen Truppen ließen ihre Gefangenen frei. In der Glaubensfrage erarbeitete man einen Kompromiss, der zum Augsburger Reichs- und Religionsfrieden führte. Dieses Reichsgesetz sicherte den lutherisches Reichständen Frieden und Besitzstände zu. Es wurde ausserdem festgelegt, dass der Fürst eines Landes auch die Religion in seinem Land vorgibt(Cuius regio, eius religio - wessen Land, dessen Religion).

Die Hugenottenkriege

Die Protestanten in Frankreich, die Hugenotten, waren im 16. Jahrhundert steten Verfolgungen ausgesetzt, es wurden Edikte gegen sie erlassen und sie wurden an der Praktizierung ihres Glaubens gehindert. Im Zuge der sogenannten Hugenottenkriegen wurden Tausende von Hugenotten zur Emigration gezwungen. In der Nacht zum 24. August 1572 Bartholomäusnacht erreichte der Konflikt einen Höhepunkt, als in Paris etwas 3000 Hügenotten ,einschliesslich deren Führers Gaspard de Coligny, ermordet wurden.(Lutz 2000, S. 104-108) siehe auch Hugenottenkriege

Das Osmanische Reich in Europa

Das Osmanische Reich hatte bereits in den vorherigen Jahrhunderten grötenteils die Reste der Oströmischen Reiches eingenommen und mit der Einnahme Konstantinopels (1453) ihren Einfluss bis nach Europa, bzw mit der Einnahme des Balkans schon weite Teile (Ost)Europas in seinen Herrschaftsbereich gebracht. Die ständige Bedrohung durch die Türken, die nicht nur eine Invasionsmacht, sondern auch einen religiösen Gegenpol zur in Europa verbreitete, christliche Kirche darstellten, beeinflusste auch die politische Konflikte innerhalb Europas. Während am Anfang des 16. Jahrhunderts relativer Frieden zwischen dem Osmanischem Reich und Europa herrschte, wurde die Expansionspolitik unter Selim I.(1512-1520) und Süleiman II. dem Prächtigen(1520-1566)wieder aufgenommen. 1521 wurde Belgrad eingenommen, 1526 Ungarn und 1529 wurde Wien belagert, womit sie zum ersten mal eine direkte Bedrohung für (Mittel)Europa darstellten. Die Belagerung Wiens konnte abgewehrt werden, da dass Osmanische Heer unzureichend für eine Erstürmung der Stadtmauern ausgerüstet war und auch ein weiterer Versuch(1532)war durch die Verstärkung der Wiener Verteidung und von Kaiser Karl V. zusätzlich zur Unterstützung entsandter Truppen, nicht erfolgreich(Lutz 2002 S. 38ff, 48ff, 70). 1571 siegen die Christen über die Osmanen in der Seeschlacht von Lepanto. Durch diese Schlachten wurde die "Unbesiegbarkeit" der osmanischen Truppen widerlegt und sie leiteten die Zurückdrängung des Osmanisches Reich aus Europa ein.

Europäische Wirtschaft und europäischer Handel

Die Entwicklung der europäischen Wirtschaft und des Handels im 16. Jh ist im erheblichen Maße durch die Ausdehnung des von Europa ausgehenden weltweiten Handels charakterisiert. Der verstärkte Handel geht hauptsächlich auf Entwicklungen im Bereich der Schiffahrtstechnik im 14. und 15. Jahrhundert zurück. „Dabei ist vor allem neben den Seekarten und den Instrumenten zur Ortsbestimmung die Erfindung des Kompass hervorzuheben, richtiger, die Anwendung dieser Erfindung auch in Europa, denn diese selbst war in China gemacht worden.“ (Mottek, 1974, S. 248) Hinter diesem stärker werdenden Handel standen hauptsächlich europäische Kaufmänner. Diese konnten durch immer größeren Märkte, durch die immer besseren Seeverbindungen und die damit einhergehenden Auslassung von außereuropäischen Zwischenhändlern, ihre Handelsgewinne enorm steigern. So wurde im 15., aber hauptsächlich im 16. und 17. Jh die Kolonialisierung weiter Teile der Erde und der damit einhergehende Handel extrem vorangetrieben. Dieser Handel lies aber die Wirtschaft in den europäischen Ländern nicht unberührt, sondern begünstigte bestimmte Momente der aufkommenden kapitalistischen Produktionsweise und setzte andere erst durch. So schreibt Marx im ersten Band des Kapitals (Marx, o.j., S.161): „Welthandel und Weltmarkt eröffnen im 16. Jahrhundert die moderne Lebensgeschichte des Kapitals“. Der intensiver werdende Handel förderte in verschiedenen europäischen Länder, die Produktion für den Markt. So führt er auch zur Entwicklung der Manufakturen als ganz neuer Form der Produktion.

Diese Zeit ist aber auch stark durch den sich entwickelnden Sklavenhandel gekennzeichnet. In Südamerika werden riesige Inka-Stämme versklavt und in den Silbermienen dahingerafft um mit den neu erfundenen Amalgamierungsverfahren Silber aus dem Erz der Anden zu gewinnen. So schreibt Eduardo Galeano über diesen Prozess: „Die den neuen Kolonialgebieten entrissenen Metalle förderten die wirtschaftliche Entwicklung Europas, und man kann sogar sagen, daß sie sie ermöglicht haben.“ (Eduardo Galeano,1978, S.33) Aber nicht nur die Versklavung amerikanischer Stämme und Zerstörung ganzer dortiger Zivilisationen, sondern auch der Handel mit Sklaven aus den afrikanischen Kolonien war ein wichtiger Faktor der damaligen europäischen Bereicherung. Spanien und Portugal, die diesen Prozess sehr stark vorantrieben, profitierten davon aber weit weniger als die sich mehr und mehr entwickelnden Länder England und den Niederlanden. In England und den Niederlanden gab die Zurückdrängung der feudalen Strukturen immer mehr den Weg frei für die weitere ökonomische Entwicklung und damit die gewinnbringende Teilhabe am weltweiten Handel.

Kunst und Wissenschaft

Die wichtigste Kunstrichtung des 16. Jahrhunderts ist die Renaissance. Renaissance bedeutet Wiedergeburt, was sich auf das so genannte „klassische Altertum“, also die griechische und römische Antike bezieht, die sie sich besonders die Architektur und Aspekte wie Proportionen des menschlichen Körpers und eine korrektere Anwendung der Zentralperspektive zum Vorbild nimmt. Die Kunstepoche der Renaissance erstreckt sich bis etwa 1530 ins 16. Jahrhundert hinein (vgl. Boris Schmidtke, o.J.,http://www.wooop.de/app?service=external/Epoch&sp=l101, 28.10.09, 20:10). Ihre wichtigsten Vertreter sind Michelangelo, Leonardo da Vinci, Raffael Santi und Albrecht Dürer.

Leonardo da Vinci ist dabei nicht nur als Künstler einzuordnen, sondern auch als einer der bedeutendsten Wissenschaftler der Epoche. Er übertrug seine Naturbeobachtungen zum Beispiel auf mechanische Geräte, die er erfand. Allgemein befand sich die Wissenschaft mit Ausklingen des Mittelalters in einem enormen Aufschwung. So erwarben Forscher ihre Kenntnisse neuerdings aus Beobachtung und eigener Erfahrung. Der Leibarzt Kaiser Karls V. Andreas Vesalius gewann zum Beispiel bahnbrechende Erkenntnisse über den menschlichen Körperbau durch Studium und Dokumentation von Leichen (Prof. Hans-Joachim Gutjahr, 2003: S. 210ff). Den größten wissenschaftlichen Erfolg stellten die Forschungen von Nikolaus Kopernikus dar. Durch seine Beobachtungen konnte das „geozentrische Weltbild“, welches die katholische Kirche propagierte, wenn auch zunächst gegen starke Widerstände, durch die Vorstellung eines „heliozentrischen Systems“ ersetzt werden (Mhedi Shafai, o.J., http://www.das-neue-weltbild.de/weltbild.html 28.10.09, 20:35). Der Einfluss der katholischen Kirche auf die Wissenschaft, aber auch auf viele andere Lebensbereiche war zu dieser Zeit jedoch noch enorm.

Sowohl in Kunst als auch in der Wissenschaft ist das 16. Jahrhundert eine Epoche in der man auf „Altes“, also vormittelalterliches, zurückgreift. Damit wird der Grundstein für eine schnelle und unaufhaltsame Entwicklung gelegt.

Entdeckungen und Erfindungen

Italien im 16. Jahrhundert

Politik und Kultur ausführlich, siehe Link

Die Renaissance als Renaissance der Wissenschaften

Mit dem Beginn der Neuzeit revolutionierte sich im 16. Jahrhundert das Weltbild. Durch die Entdeckungsreisen wurde 1492 nicht nur Amerika entdeckt, sondern auch der Handel blühte auf. Der Buchdruck wurde 1450 von Gutenberg erfunden und ermöglichte nun einer breiten Masse den Zugang zu Wissen. So stellte Kopernikus 1543 seine Erkenntnisse über das Universum vor; die Erde lag nicht in dessen Mittelpunkt. Und nicht nur die Kirche sah sich heftiger Kritik ausgesetzt...

Die Hegemonie des Heiligen Römischen Reichs

Die beiden starken Machtblöcke in Europa waren zu jener Zeit das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, welches unter Maximilian I. und später unter Karl V. geeint und vergrößert wurde und Frankreich, dessen König Franz I. sich aus dem Klammergriff Karls V. und seiner Hegemonieidee befreien wollte. Italien, welches sich im Zustand der Kleinstaaterei befand, diente als Schlachtfeld dieser beiden Giganten.

Von 1493 bis 1519 herrschte Maximilian I. als ungekörter Kaiser über das Heilige Römische Reich Deutscher Nation. Durch geschickte Heiratspolitik gelang es ihm, sein Reich stetig zu vergrößern und den Habsburgern die Herrschaft zu sichern. 1494 kam es zum Krieg gegen Frankreich, als dieses in Italien einmarschierte und Neapel eroberte. Die italienischen Staaten gingen in dieser turbulenten Zeit immer wieder wechselnde Bündnisse mit Frankreich oder Maximilian ein, aber auch untereinander kam es zu Absprachen.

Vom Fall und Aufstieg der Medicis

Der seit 1453 bestehende Friede, der im Angesicht der Gefahr durch die Osmanen geschlossen wurde, geriet somit in Gefahr. In Florenz wurden die Medicis 1494 vertrieben, weil sie dem französischem König wohl gesonnen waren. Somit wurde Savonarola zur führenden Figur in Florenz. Dieser wird allerdings 1498 vom Volke hingerichtet, da er in Konflikt mit dem Papst geriet. 1512 jedoch kehrten die Medicis dank spanischer Hilfe an die Macht in Florenz zurück. 1513 wurde sogar einer von ihnen zum Papst Leo X. ernannt. Sein Nachfolger körte Karl V. im Jahre 1530 zum Kaiser, der 1519 nach dem Tod Maximilians dessen Nachfolge gegen den französischen König Franz I. verteidigen konnte. Dies war jedoch nur durch die finanzielle Unterstützung der Fugger, die Karl V. den Fürsten als Bestechungsgeld zuteil werden ließ, möglich. Karls Ziel war es, ein Universalreich zu schaffen. Dafür führte er die geschickte Heiratspolitik seines Vorgängers fort. Nur das fest im Klammergriff gehaltene Frankreich strebte andere Ziele an. So kam es 1525 zum Krieg gegen Frankreich in Italien, in welchem Frankreich unterlag und Mailand verlor. Eine erneute kriegerische Auseinandersetzung zwei Jahre später, bei der Rom geplündert wurde, bescherte den Franzosen erneut eine Niederlage.

In Florenz wurden die Medicis 1527 von der Macht vertrieben, ehe sie mit der Unterstützung Kaiser Karls V. drei Jahre später die Herrschaft übernahmen - und 1569 das Herzogtum Toskana ausriefen.

Weitere Infos zu Italien

  • Problem der Kleinstaaterei
  • Nord-Süd-Konflikt (Industriemagnaten vs. Großgrundbesitzer)
  • sozialer Konflikt Adel-Volk

Frankreich im 16. Jahrhundert

Epochenüberblick

  • Anmerkung: eine interessante Lektüreergänzung zu diesem naturgemäß verdichtetem Abriß der grundlegenden Ereignisse und ideengeschichtlichen Dynamiken siehe unten 3.4.1 bzw. 6.,Literaturverz., Febvre


In den ersten eineinhalb Jahrhunderten seiner neuzeitlichen Geschichte wandelte sich das französische Königreich grundlegend (siehe SIEBURG, S.49f.; VON RANKE, S.37; SCHUNK, S.17; hiervon abweichend jedoch: VOSS, S.101). Zu Beginn des 16. Jhrdts., unter den Königen Ludwig XII. (1498-1515) und Franz I. (1515-1547), erreichte es im Zeichen einer günstigen Wirtschaftskonjunktur und weitgehender Ruhe im Inneren einen Höhepunkt seiner machtpolitischen Entfaltung. Es wurde von Königen regiert, die bei Ihren Untertanen weitgehend Anerkennung genossen (siehe FEBVRE, S.26; VON RANKE, S.52). Zwar war Frankreich noch kein moderner Einheitsstaat; es kannte innerhalb seines Territoriums noch große Gebiete, die nicht der direkten Autorität des Monarchen unterstanden , sondern von Prinzen oder anderen Mitgliedern des Hochadels praktisch wie selbstständige Herrschaftsbezirke besessen wurden (siehe hier insbesondere VON RANKE, S.52). Doch die nationale Monarchie überstrahlte diese Restbestände der alten Herrschaftsverfassungen schon beträchtlich. Außenpolitisch geriet Frankreich in einen Dauerkonflikt mit der Großmacht Habsburg (Spanien, Österreich u.d. Reich) unter Karl V., der zwar insgesamt zugunsten des Kaisers ausging, das Territorium Frankreichs aber nicht berührte und zur Steigerung des Bekenntnisses der französischen Bevölkerung zur Monarchie beitrug (SIEBURG, S.53ff.). Durch das Eindringen der Reformation nach Frankreich und die Krise der Valois-Dynastie änderte sich diese Situation in der zweiten Hälfte des 16. Jhrdts. grundlegend. Der französische Protestantismus, sondern von dem nach Genf geflohenen Franzosen Johannes Calvin (Jean Cauvin) geprägt, erfaßte nicht nur beachtliche Teile des französischen Bürgertums im Westen und Süden des Landes; auch der Adel, darunter einige Familien aus dem Hochadel, zeigte sich der neuen Religion gegenüber aufgeschlossen. Die Krone entschloß sich jedoch unter Heinrich II. (1547-1559) zur Fortsetzung ihrer an Rom orientierten Religions- und Kirchenpolitik, die ihr in langen Auseinandersetzungen große Vorteile gebracht hatte: Sie konnte über den größten Teil der hohen kirchlichen Stellen in Frankreich verfügen. So entstand der Konflikt mit den protestantischen Kräften, die an die Möglichkeit eines protestantischen Königtums glaubten. Seit 1562 gab es 30 Jahre lang Religionskriege in Frankreich, die sich in ihrer heftigsten Phase (1584-1593) zu einem religiösen Bürgerkrieg auswuchsen. Die Religionskriege wurden auch deshalb zu einer ernsthaften Bedrohung für den bis dahin erreichten Staatsausbau, weil die Krone in der Nachfolge Heinrich II. das politische Heft immer mehr aus den Händen verlor. Die drei Söhne Heinrichs -Franz II. (1559/60), Karl IX. (1560-1574) und Heinrich III. (1574-1589)- waren jung und unerfahren und wurden in ihrer Handlungsfähigkeit durch die langjährige Regentschaft ihrer Mutter, Katharina von Medici, noch zusätzlich eingeschränkt. Vor allem vermochte sie die Erbfolge der Valois nicht zu sichern, so daß diese Dynastie gerade in der Zeit der Religionskriege an ihr Ende kam: Grund genug für die sich bekämpfenden Religionsparteien, die auf beiden Seiten von herausragenden Mitgliedern des Hochadels geführt wurden, an eine Veränderung der französischen Verfassung im Sinne einer dauerhaften Schwächung der Monarchie zugunsten des Adels zu denken (siehe hierzu GRESCH, S.31-36; insbesondere VON RANKE, S.67-108, SCHUNCK, S.20-29). Das war die innerpolitische Konstellation, als 1589 mit Heinrich IV. (1589-1610) der erste Bourbone auf den französischen Thron kam. Er war der nächste Verwandte der mit Heinrich III. ausgestorbenen Valois. Als Protestant sah er sich einer starken inneren Opposition gegenüber. Durch seinen Übertritt zum Katholizismus räumte er dieses Haupthindernis für eine erneute breite Anerkennung des nationalen Königtums aus dem Weg; anschließend betrieb er die innere Versöhnung zwischen den beiden Parteien des Religionskriegs;sie fand mit dem Toleranzedikt(Edikt von Nantes(1598), siehe GRESCH, S.36f.; SIEBURG, S.60) für die Protestanten ihren Höhepunkt.

Herrschaftsstruktur in Frankreich im 16. Jahrhundert

Julian H. Franklin beschreibt in seinem Buch „Jean Bodin and the Rise of Absolutist Theory“ (London 1973) im 1. Kapitel „The Persistence of Medieval Constitutionalism“ die Entwicklung des Konstitutionalismus in Frankreich im Jahrhundert vor den Massakern der Bartholomäusnacht von 1572.

Territoriale Vergrößerung der Monarchien führte im späten Mittelalter und in der Renaissance zu einer Wiederbelebung des mittelalterlichen Konsensprinzips. Ursprünglich waren Feudalherren und Städte durch die Unterwerfung unter einen König geschwächt worden, nun beschränkten vom König selbst geschaffene neue beratende Institutionen und Verwaltungsstrukturen die köngliche Macht.

Nach dem 100jährigen Krieg (1337 – 1453) zwischen Frankreich und England konsolidierte sich die Monarchie in Frankreich. Obwohl lokale Privilegien teils noch gestärkt wurden, lag die politische Macht in den Händen des Königs und seiner Verwaltung sowie seinen Gerichten. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts hatte der König seine Autorität über das Militär und die wirtschaftlichen Ressourcen derart gefestigt, daß Frankreich in einen Wettstreit mit Spanien um die Hegemonie in Europa eintreten konnte.

Die wesentlichen Gruppierungen der französischen Gesellschaft unterstützten das Erstarken der Monarchie. Die Gallische Kirche war schon vorher abhängig vom Schutz durch die Monarchie. Mit dem Konkordat von 1516, welches einerseits ihre Unabhängigkeit sicherte, wurde die Ernennung des Klerus jedoch zum Machtinstrument des Königs. Hohe Aristokraten tauschten den Rückgang ihrer Unabhängigkeit gegen einflußreiche Posten in der königlichen Verwaltung. Der niedere Adel trat in das Militär ein, um seinen sozialen Status zu bewahren. Die gebildete Bürgerschaft erreichte Wohlstand und sozialen Aufstieg innerhalb der königlichen Gerichtsbarkeit und dem Verwaltungsdienst. Die Bürgerschaft der Städte litt zwar unter der Steuerbelastung des neuen Regimes, war jedoch durch Privilegien ebenfalls an die Krone gebunden.

Wann immer eine weitere Provinz von der Krone annektiert wurde, wurden vertraglich die gegenseitigen Verpflichtungen zwischen dem König und den Ständen vereinbart. Die privilegierten Stände der Provinzen behielten ihre bestehenden Rechte und verpflichteten sich im Gegenzug für den Schutz der Krone einzustehen. Ein Prinzip der „Renaissance-Monarchie“ war daher, bestehendes Recht zu respektieren und es nicht ohne Zustimmung der Betroffenen willkürlich abzuändern. Es kam jedoch wegen der hohen Steuerbelastung auch zu Spannungen. Während der Kriege gegen England hatte sich die Allgemeine Ständeversammlung zu einem Agitationsforum gegen die Monarchie entwickelt und wurde deshalb von den {Monarchen mit Argwohn betrachtet. Zwischen 1484 und 1560 wurde die Allgemeine Ständeversammlung auf nationaler Ebene daher gar nicht erst einberufen. Statt dessen fanden Beratungen in den regionalen Versammlungen der drei Stände statt. Der König beriet sich mit dem „Großen Rat“, einem kleineren, informelleren Gremium, was einfacher zu handhaben war als die volle Ständeversammlung.

Die Gerichtsbarkeit war im 16. Jahrhundert sehr unabhängig und hatte sich aus dem „Königlichen Rat“ entwickelt. Die älteste Instanz war das sogenannte „Parlament von Paris“ mit der Funktion quasi eines obersten Gerichtshofs. Ernennungen erfolgten aus den Reihen des Adels und des hohen Klerus, und Positionen wurden innerhalb der Familien weitervererbt „noblesse de robe“. Das „Parlament von Paris“ wurde so mächtig, daß es Gesetze des Königs zurückweisen konnte, die gegen Gewohnheitsrecht verstießen.

Die „Renaissance-Monarchie“ basiert daher auf zwei wesentlichen Charakteristika: Der Herausbildung einer zentralen Verwaltung und dem Triumph der Monarchie über die feudale Opposition steht eine zunehmende Institutionalisierung gegenüber, derzufolge der König auf Zustimmung angewiesen ist. Dieses Element der Beschränkung der königlichen Macht wurde von den meisten Juristen der Zeit anerkannt.

Reformation in Frankreich

Ab 1520 verbreiten sich die Ideen Martin Luthers in Frankreich, welche dort auf ein reges Interesse stoßen. Jedoch setzt sehr schnell eine katholische Gegenbewegung ein. Die Amtsträger der Kirche sahen ihre Lehren durch die aufkommende Bewegung gefährdet. Aufgrund dessen werden ab 1521 Protestanten von der kirchlichen Obrigkeit und der königlichen Justitz als Ketzer verdammt und verfolgt. Ihnen drohen hohe Geld- sowie Gefängnisstrafen, teilweise sogar der Tod auf dem Scheiterhaufen.

Ab 1540 bildet sich jedoch unter dem Einfluß von Johannes Calvin, von Genf ausgehend, eine neue französische Kirche heraus, die endgültig mit den Traditionen der römisch-katholischen Kirche bricht. Im zuge dieser Bewegung bilden sich zwei evangelische Bewegungen heraus. Zum einen die humanistische evangelische Bewegung, welche ein innere Reform der Kirche anstrebt. Zum anderen die „lutherische“ evangelische Bewegung, welche von der Reformation in Deutschland, die den Bruch mit der römischen Kirche vollzieht, beeinflußt ist. Die erste protestantische Gemeinde in Frankreich bildet sich 1546 in Meaux.

Die Herausbildung einer protestantischen Partei, welche sich unter anderem aus großen Teilen des Adels und Hochadels zusammensetzt, führt zu einer katholischen Reaktion, die das Königtum in Gefahr bringt und so die Religionskriege (Hugenottenkriege) nach sich zieht. (Virtuelles Museum des Protestantismus, Protestantismus in Frankreich 28.10.2009)

Anmerkung

Buchempfehlung

Ein hervorragendes, übersichtlich gehaltenes Werk, daß das 16.Jahrdt. in Frankreich aus einer ungewöhnlichen Perspektive heraus betrachtet und analysiert und dies auf zugängliche, m.E. nach auch leicht verständliche Art, ist die im Literaturverzeichnis aufgeführte Untersuchung von Lucien Febvre: "Der neugierige Blick- Leben in der französischen Renaissance".

England im 16. Jahrhundert

Die englische Monarchie unter Heinrich VIII.

Nach dem Ende des hundertjährigen Krieges und den darauffolgenden Thronfolgekriegen (Rosenkrieg) ging die englische Monarchie unter Heinrich VIII. (1491-1547), aus der Familie der Tudors, gestärkt in das neue Jahrhundert. Dieses neue Selbstbewusstsein nutzte Heinrich VIII., um nach dem päpstlichen Verbot der Scheidung von seiner ungeliebten Frau, Katharina von Aragón, die ihm seine erste Tochter, die spätere Maria I., gebar, den Bruch mit der römischen Kirche zu vollziehen, die durch das aufkommen der Reformation in Kontinentaleuropa ohnehin geschwächt war. Lord Kanzler Cromwell überzeugte das Parlament von der Notwendigkeit des „Act’s of Supremacy“ (Suprematsakte), womit Heinrich VIII. selbst das Amt des Oberhauptes der englischen Kirche bekleidete und die englische Kirche sich gegenüber Rom emanzipierte. Im Zuge der Herausbildung einer englischen Nationalkirche (Anglikanische Kirche) wurden zahlreiche Klöster verstaatlich und katholische Aufstände gewaltsam niedergeschlagen. Heinrich ließ seine Ehe für ungültig erklären und heiratete seine bisherige Mätresse Anne Boleyn, die ihm seine zweite Tochter, die spätere Elisabeth I. von England, gebar. Seine weitere Regentschaft war gekennzeichnet von vier weiteren Ehen, eines der aus diesen Ehen hervorgegangenen Kinder war Eduard VI. Zwei seiner sechs Frauen ließ Heinrich hinrichten. (vgl. Schieder 1971 S. 909-918 )

Die englische Monarchie unter Elisabeth I.

Elisabeth I. bestieg unter großer Zustimmung im Volk 1558 den englischen Thron. Die Zeit ihrer Regierung war geprägt durch eine beständige Verschlechterung des Verhältnisses zu Spanien, was unter anderem in der Unterstützung der niederländischen Unabhängigkeitsbewegung gegen Spanien mündete, dem wachsenden Einfluss Englands und damit der Zurückdrängung Frankreichs in Schottland und der erneuten Durchsetzung der Reformation, die unter Maria I. teilweise rückgängig gemacht wurde. (vgl. Kluxen 1976 S. 206ff.)

Ideengeschichtliche Entwicklung

Ideengeschichtlich war die Epoche vom Humanismus und der Renaissance geprägt, welche, ausgehend von Italien, Einzug in englische Universitäten fanden. So wurden italienische Dichter am englischen Hof eingestellt und Griechisch wurde Universitätsfach, sowohl in Oxford wie auch in Cambridge, wo zeitweise mit Erasmus von Rotterdam(1465-1535) einer der führenden Humanisten Europas unterrichtete. Stark beeinflusst wurde unter anderem auch Thomas Morus (1478-1535), der 1516 sein Hauptwerk „Utopia“ verfasste, indem er eine ideale Staatsordnung entwarf. Im Zuge der kirchlich-staatlichen Umwälzungen unter Heinrich VIII. spalten sich die Humanisten in zwei Lager, die Jüngeren und zumeist bei Hofe angestellten, unterstützen die romkritische Haltung des Staates und verteidigten die Scheidung Heinrich VIII. von seiner ersten Frau Katharina von Aragón. Andere, darunter auch Thomas Morus, der von 1529 bis 1532 als Lordkanzler selber die Staatsführung mitbestimmte, sprechen sich gegen die Politik des Königs aus. Als Resultat hieraus wird Thomas Morus 1534 des Verrats beschuldigt, im Tower inhaftiert und später hingerichtet. (vgl. Cannon 1997 S. 495-496)

Das Tudor-Regime und seine Handlungsfelder

Recht und Ordnung

Das Hauptaugenmerk in der Ordnungspolitik der Tudors lag bei der Landwirtschaft, dabei wurde das Hauptziel der Erhaltung eines besteuerungsfähigen und wehrtüchtigen Bauernstandes. Die daraus resultierende Bauernschutzpolitik räumte den Bauern weiträumige Sicherheiten ein. Ein weiterer Schwerpunkt der ordnungspolitischen Vorstellungen bildete die Regulierung der Bevölkerungswanderung vom Land in die Stadt. Dies wurde durch ein Lehrlingsgesetz versucht, welches die Anstellung als Lehrling in einer Stadt mit beträchtlichen Hürden versah. Als weiteres Betätigungsfeld bestand die Regulierung des Außenhandels, da dieser das wichtigste Steuerinstrument des Tudor-Regimes darstellte. Hierbei wurde explizit der eigene Export durch Steuererleichterungen gefördert und eine Importunabhängigkeit angestrebt, welche über Importbeschränkungen und Impulse zur Stärkung der eigenen Wirtschaft herbeigeführt werden sollte. Dies geschah hauptsächlich über die Patentvergabe, an der meist auch ein Monopolrecht hing. (vgl. Haan 1993 S. 137ff.)

Armenfürsorge und Sozialdisziplinierung

Die Armenfürsorge und Sozialdisziplinierung der Tudors sollte die gröbsten negativen Konsequenzen begrenzen, die durch den sozialen Wandel in der Gesellschaft hervorgerufen wurden. Im Bereich der Armenfürsorge etablierten sich die Armengesetze, welche neben der freiwilligen Mildtätigkeit nach den Möglichkeiten des Einzelnen die kommunale Armensteuer (compulsory poor rate) einführte, die Zwangsbeiträge zur Armenunterstützung einforderte. Jedoch zählten bei weitem nicht alle armen Menschen zu dem Kreis der Begünstigten. Es existierte im England des 16. Jahrhunderts eine strikte Trennung zwischen Armen, die arbeitsunfähig waren, und Armen, die tendenziell arbeiten könnten, wenn sie wollten. Die letzt-genannten, im allgemeinen Sprachgebrauch der damaligen Zeit Landstreicher genannt, gerieten unter den Vorwurf der Immoralität und Verwerflichkeit. Nach der Denke dieser Zeit hat jeder Mensch qua Geburt einen zugewiesene Aufgabe in der Gesellschaft, somit ist eine Person, die nicht arbeitet aber arbeiten könnte, generell dem Vorwurf der Faulheit ausgesetzt. Diesen Menschen wurde mit restriktiven Maßnahmen wie Einweisung in Arbeitshäuser und Peitschenhieben begegnet. Diese beiden ambivalenten Seiten stellten eine wichtige Legitimationsfunktion des Staates in seiner damaligen Ausgestaltung dar. Es war ein Staat nicht nur für die Reichen, sondern auch für die Armen. Somit lässt sich auch die relativ geringe Häufigkeit von Aufständen und Erhebungen in England des 16. Jahrhunderts erklären. (vgl. Haan 1993 S. 140ff.)

Generelle Wirtschaftliche und soziale Entwicklung

Englands 16. Jahrhundert war geprägt von einem rapiden Bevölkerungswachstum, welches bedingt wurde durch eine Verbesserung der Anbaumethoden, Expansion der Anbaufläche und Reorganisation landwirtschaftlicher Ressourcen. Die Bevölkerungsexplosion (binnen des 16. und 17. Jahrhunderts eine Verdopplung auf 5,02 Millionen Menschen) führte gleichzeitig zu einer starken Binnenmigration vom Land in die Stadt. Die Städte boten die Hoffnung der land- und somit existenzlosen Landbevölkerung Lohn und Brot zu geben. Ein weiterer wichtiger Faktor zur Erklärung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung stellt die sogenannte Preisrevolution dar. Diese beschreibt die enorme Umverteilung des Reichtums durch die ungleiche Verteuerung von Lebensmitteln und dem gegenüber nur mäßig angestiegenen Lohn. Dies hatte zur Folge, dass „die Hauptdynamik des Wandels [zwar] […] Wachstum [war], der Effekt aber war, die Gesellschaft zu polarisieren“ (Guy,J. The Tudor Age (1485-1603). In K.O. Morgan (Hg.), The Oxford Illustrated History of Britiain zitiert nach Haan, Gottfried; Niedhart Gottfried: Geschichte Englands. vom 16. bis 18. Jahrhundert. München C.H. Beck 1993) Mit anderen Worten nahm die Oberschicht quantitativ nach ihren Mitgliedern und qualitativ nach ihrem Vermögen im gleichen Maße zu wie die Kleinbauern niedergingen. Nur ein kleiner Teil der Großbauern schaffte es aus dem wirtschaftlichen Wandel als Sieger hervorzugehen. (vgl. Haan 1993 S.70ff.)

Deutschland im 16. Jahrhundert

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Das Heilige Römische Reich 1512. Abgebildet sind die Reichskreise, nicht die einzelnen Territorien
Der deutschsprachige Raum war im 16. Jahrhundert zum größten Teil Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Deshalb soll es im Folgenden um dieses gehen, da es ein Deutschland im heutigen Verständnis nicht gab. Allerdings kennzeichnet der im 15. Jahrhundert etablierte Namenszusatz 'Deutscher Nation' den überwiegend deutschen Charakter des 'römischen' Reiches ([1] Stand: 28.10.2009). Dieses war – vereinfacht ausgedrückt - eine als Universaalstaat konzipierte Monarchie mit förderalistischen Zügen, ein staatsrechtliches Unikum (Heun, 2006, 93, 97 ff., ähnlich Thamer, Hans Ulrich in Altes Reich und Neue Staaten, 1495-1806, 2006, 392).

Im 16. Jahrhundert vollzogen sich am Übergang zwischen Mittelalter und Neuzeit auch im deutschsprachigen Raum tiefgreifende Umwälzungen, insbesondere die Reformation die die bis dahin weitesgehend bestehende west- und mitteleuropäische Glaubenseinheit beendete. Es war ingesamt eine Epoche neuen Denkens und neuer künstlerischer Ideen. Politisch konkurrierten Nationalstaatsgedanke und Reichsidee sowie die verschiedenen Stände miteinander (Schmidt, Georg in Altes Reich und Neue Staaten, 1495-1806, 2006, 106 ff. / Neuhaus, Helmut in Altes Reich und Neue Staaten, 1495-1806, 2006, 44 ff.).

Politische Situation des Heiligen Römischen Reiches im 16. Jahrhundert

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Staatsform

Keine politikwissenschaftlich bzw. staatsrechtlich definierte Staatsform beschreibt das Heilige Römische Reich umfassend. Gelegentlich wurde der Begriff der dualen Souveränität angewand, um es angemessen beschreiben zu können (Heun, 2006, 97 ff.). Zumindest formell an der Spitze des Reiches stand der Kaiser, welcher von dern Kurfürsten gewählt wurde. Der Kaiser musste bei einer großen Fülle von Entscheidungen mit dem Reichstag, welcher von Fürsten bzw. deren Gesandten dominiert wurde, in dem aber auch die Vertreter anderer Stände saßen, kooperieren. Innenpolitisch bestand ein dauerhafter Machtkampft zwischen dem Kaiser und den Fürsten, was wichtige Ereignisse im deutschsprachigen Raum des 16. Jahrhunderts beeinflussen und eine Nationalstaatsbildung, wie sie sich in anderen europäischen Ländern zeitgleich zumindest abzeichnete, verhindern sollte.

Politische Geographie

Der deutschsprachige Raum wie auch das Heilige Römische Reich ingesamt gliederten sich in eine Vielzahl verschiedenartiger Territorien, in denen der jeweilige Herrscher ein unterschiedliches Maß an Autonomie genoss. Das Heilige Römische Reich umfasste nahezu das gesamte Gebiet der heutigen Bundesrepublik, darüber hinaus weite Teile Mitteleuropas (Ottomeyer, 2006, 2)

Kultur, Gesellschaft und Ökonomie des Heiligen Römischen Reiches im 16. Jahrhundert

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Kultur, Gesellschaft und Ökonomie des deutschsprachigen Raumes waren im 16. Jahrhundert einem Wandlungsprozess unterworfen, jedoch ist zu beachten das nicht alle der im Folgendem skizzierten Prozesse genuine Entwicklungen des Jahrhunderts sind, sondern zum Teil wesentlich eher begannen oder deutlich darüber hinaus fortwirkten.

Kultur

Kulturell gab es im 16. Jahrhundert viele Innovationen. Die Erfindung des Buchdrucks, aber auch ein sukzessiver gesellschaftlicher Wandel hatten die Vorraussetzung dafür geschaffen, dass die immer noch stark präsenten spätmittelalterlichen Vorstellungen von den bedeutenden europäischen Kultur- und Geistesströmungen der Zeit, der Renaissance, dem damit einhergehend aufblühendem Humanismus und der insbesondere vom deutschsprachigen Raum selbst ausgehenden Idee der Reformation abgelöst wurden. Hervorragende Vertreter (neben vielen anderen) dieser Umwälzungen der Epoche aus dem deutschsprachigem Teil des Heiligen Römischen Reiches waren beispielsweise der Künstler Albrecht Dürer (1471 - 1528), die Humanisten Erasmus von Rotterdam (um 1465 - 1536) (die Niederlande waren bis 1648 Teil des Heiligen Römischen Reiches, das Niederländische wurde in dieser Zeit dem Deutschen zugeordnet (te Winkel, 1863 Stand: 28.10.2009)) und Ulrich von Hutten (1488 - 1523) sowie die Reformatoren Martin Luther (14831546) und Thomas Müntzer (um 14891521). Diese und ihre Mitstreiter, Anhänger, Unterstützer und Epigonen bewirkten einschneidende Veränderung in den bildenden Künsten, im religiösen Leben und Denken und Zeitgeist ganz allgemein. Schriftsprachlich wurde das Frühneuhochdeutsche zunehmend genutzt und standartisiert, eine Entwicklung, die allerdings schon vor dem 16. Jahrhundert begann und zum Ende desselben noch nicht abgeschlossen war.

Gesellschaft

Im 16. Jahrhundert handelte es sich noch immer um eine Feudalgesellschaft, wenn deren Erosion auch längst begonnen hatte. Gilden und Zünfte bildeten das Rückgrat des seit dem Mittelalter aufstrebenden Bürgertums, welches bemüht war sich mittels des Status der Reichsunmittelbarkeit dem Feudalsystem zu entziehen. Gleichzeitig nahmen Einfluss des Bedeutung des (römischen) Klerus (insbesondere als Folge der Reformation) und des niederen Adels (insbesondere durch den Wandel des Militärwesens und der Ökonomie) ab (Rosendorfer, 2002, 0:15 ff.), wobei diese Entwicklung nicht überschätzt werden darf, denn noch immer betrug der Verstädterungsgrad nur 5-10 Prozent.

Ökonomie

Die Ökonomie des Heiligen Römischen Reiches war nach wie vor agrarisch dominiert und gründete häufig noch auf Subsistenzwirtschaft, gleichwohl gab es jedoch ein ausgeprägtes Montan-, Handels-, Handwerks- und auch frühes Bankwesen. Bedeutende Einzelphänomene waren der Niedergang der Hanse (u.a. infolge einer zunehmenden überseeischen Orientierung des europäischen Handels im 16. Jhd.) sowie der hohe Aufstieg von ursprünglich bürgerlichen Unternehmerdynastien wie den Fuggern (Michael North in Altes Reich und Neue Staaten, 1495-1806, 160 ff.). Diese Entwicklungen bewirkten auch eine zunehmende Differenzierung innerhalb des dritten Standes.

Zentrale Ereignisse und Entwicklungen

Viele bedeutende Ereignisse im deutschsprachigen Raum des 16. Jahrhunderts stehen mit dem wohl wichtigstem in Verbindung: Der Reformation. Der Bauernkrieg, der Fürstenaufstand und der darauf folgende Augsburger Religionsfrieden, aber auch lokale Ereignisse wie die Wiedertäuferherrschaft in Münster waren in unterschiedlichem Grade Resultat dieser epochalen Zäsur.

Reformation und Gegenreformation

Im Jahr 1517 schlägt Martin Luther an der Schloßkirche zu Wittenberg seine "95 Thesen" an, in denen er den kirchlichen Ablasshandel kritisiert. Dies ist der Beginn der Reformation. 1520 verschärft er diese Kritik, indem er die Position des Papstes als Stellvertreter Gottes auf Erden in Frage stellt und die Forderung erhebt, dass die Kirche es jedem Gläubigen freistellen sollte, seine eigenen Schlüsse aus der Bibel zu ziehen. Es kommt zum endgültigen Bruch mit der katholischen Kirche und Luther wird als Reaktion auf diese Äußerungen vom Papst als Ketzer gebannt. Auf dem Reichstag zu Worms 1521 verteidigt er jedoch seine Thesen und verweigert ihren Widerruf, was die Ächtung durch Kaiser Karl V. zur Folge hat. Seit diesem Zeitpunkt vogelfrei, bringt ihn Kurfürst Friedrich III. unter freiem Geleit auf die Wartburg. Hier widmet er sich der Übersetzung des Neuen Testaments in die deutsche Sprache. Diese erscheint 1522, wird in 4.000 Exemplaren verkauft und dient als Grundlage für eine allgemeine deutsche Hochsprache (Jacob, Stefan; 2002, Zugriff am 29.10.2009).

Im Zeitraum von 1523 bis 1525 kommt es angetrieben durch die Kritik an der vom Papsttum beherrschten geistigen Obrigkeit und der ständisch geprägten weltlichen Ordnung im süddeutschen Raum in Form der Ritteraufstände unter Führung des Reichsritters Franz von Sickingen und den Bauernkriegen unter Führung Thomas Müntzers zu den ersten nennenswerten Erhebungen größerer Bevölkerungsschichten gegen den Adel in der deutschen Geschichte; ca. 75.000 Bauern kommen zu Tode (Jacob, Stefan; 2002, Zugriff am 29.10.2009). 1525 wird Müntzer öffentlich enthauptet.

1526 wird es auf dem Reichtstag zu Speyer jedem Landesfürsten freigestellt, sich für eine der beiden Hauptkonfessionen zu entscheiden; die Bevölkerung hat seinen Willen zu akzeptieren und sich nach seiner Wahl zu richten.

1546/47 kommt es anfangs im süddeutschen, später vor allem im sächsisch-thüringischen Raum zum Krieg zwischen Karl V. und dem Schmalkaldischen Bund (-> Schmalkaldischer Krieg), einem Bündnis verschiedener protestantischer Fürstentümer unter Führung Kursachsens und Hessens, mit dem Ziel die reichsrechtliche Anerkennung des Protestantismus zu verhindern, die protestantischen Reichsstände zur Rückkehr zum Katholizismus zu bewegen und ihre Macht im Reich einzuschränken. Die Auseinandersetzung endet mit der Gefangennahme des sächsischen Kurfürsten und des hessischen Landgrafen sowie der Auslösung des Schmalkaldischen Bundes.

Im Jahre 1555 findet das Zeitalter der Religionskriege mit der Anerkennung der lutherischen Glaubenslehre durch den "Augsburger Religionsfrieden" sein vorläufiges Ende.

Bauernkriege

wirtschaftliche & soziale Gründe als Ursachen für den Bauernkrieg
  • Rechtslosigkeit & schwere Armut durch Abgaben an Staat u. Kirche
  • Geringerer Landereianteil a.G. von wachsender Bevölkerung
  • Ansprung der Leibeigenenzahl a.G. des wirtl. Niedergangs
  • Enteignung der Allmenden (Flächen im Gemeinde-Besitz)
  • Einschränkung der Weide-, Holzschlag-, Fischerei- und Jagdrechte

(Quelle einfügen)

Beginn & Verlauf der Aufstände

Die ersten Unruhen kamen Ende 1524 in Franken und im Elsass auf. Anfang 1525 bildeten sich drei große Bauernhaufen, der Baltringer Haufen, der Seehaufen und der Allgäuer Haufen. Die oberschwäbischen Bauern wollten einen Krieg vermeiden und versuchten mit dem Schwäbischen Bund zu verhandeln. 50 Vertreten der drei großen Bauernhaufen trafen sich dazu in Memmingen, um ihre Forderungen zu formulieren. Es entstanden die „Zwölf Artikel“. Einige Hauptpunkte der Forderungen in dem Zwölf Artikel waren die Abschaffung der Leibeigenschaft, die Abschaffung des Zehnten und die freie Pfarrerwahl durch die Gemeinden. Die „Zwölf Artikel“ wurden gedruckt und kamen sehr schnell in Umlauf. Die Adligen waren aber nicht zu Verhandlungen bereit, da die aufständischen Bauern im ganzen Gebiet plünderten und brandschatzten. Stattdessen wurde ein Heer unter der Führung von Georg Truchsess von Waldburg-Zeil aufgebaut, um die Bauern niederzuschlagen. Die Auseinandersetzungen fingen Ende März 1525 bei Leipheim an und endeten im September 1525, als alle Aufstände niedergeschlagen waren. (Beutel 2005)

Auswirkungen

Im Laufe der Bauernkriege wurden ca. 100000 Äufständige getötet, über die Überlebenden wurde die Reichsacht verhängt (Die Aufständigen haben alle Rechte verloren und würden für Vogelfrei erklärt). Die Anführer wurden bei Gerichtsverfahren hart bestraft und beteiligte Gemeinden erfuhren den Verlust von Rechten und/oder Besitz.

Nur in einigen Teilen hatten die Aufstände eine positive Wirkung. In diesen Gebieten versuchte man über Verträge die Missstände zu beheben. (Quelle einfügen)

Religion als Rechtfertigung

Die Bauern benutzten seit Ende 1525 das Schlagwort „Göttliches Recht“. Die Bauern wollten damit zum Ausdruck bringen, dass sie nur noch diejenigen rechtlichen und ökonomischen Lebensverhältnisse akzeptieren würden, die sich aus der Bibel herleiten ließen. Sollte man ihnen aber an Hand der Bibel nachweisen, dass diese gottgewollt sind, so würden sie ihre Lebensumstände akzeptieren. Sie stellten damit einen Bezug zur Reformation her. Luthers Absicht war es ja auch eine Prüfung der Glaubenslehre an der Heiligen Schrift vorzunehmen. Nach anfänglichen sympathisieren mit den aufständischen Bauern, wandte sich Luther aber nach der Weinsberger Bluttat gegen sie. 1525 verfasste er die Schrift „Wider die mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern. Auch attackierte er ihren geistigen Anführer Thomas Müntzer schwer und beschuldigte ihn, gänzlich den rechten (theologischen) Weg verlassen zu haben, da er sich gegen Gottes gegebene Ordnung (legitimer Fürstenstand) wandte. Luther warf den Bauern vor, dass sie die biblische Rechtfertigung nur für ihre eigenen Lebensinteressen ausnützen würden, was ganz und gar heidnisch sei. (Quellen einfügen)

Erste Kontakte mit dem Islam

Im Zuge der zunehmenden Schwerpunktverlagerung des Osmanischen Reiches über die Balkanhalbinsel nach Europa, um den Einfluss der dortigen Herrscher auf den Orienthandel zugunsten eines eigenen Machtzuwachses zurückzudrängen (Waissenberger, Robert; 1982; S.7), und dem Sieg über die Truppen des ungarischen Königs Ludwig II. in der Schlacht von Mohács kommt es zur ersten Belagerung Wiens durch die Türken. Diese erste Begegnung mit einer muslimischen Großmacht in der Frühen Neuzeit stellt ein einschneidendes Ereignis für das bis zu diesem Zeitpunkt römisch-christlich geprägte West- und Mitteleuropa dar und prägt bis weit in das 20. Jahrhundert hinein das Türkei- und Islam-Bild, den es nach der Meinung eines Großteil der Bevölkerung und zahlreicher Persönlichkeiten dieser Zeit, z.B. Papst Innonenz XI. zurückzudrängen galt (Waissenberger, Robert; 1982; S. 26).

Literaturverzeichnis

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