Autorenportrait Baruch de Spinoza

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Baruch Benedict Spinoza kam 1632 als Sohn einer, aus Portugal wegen religiöser Unterdrückung geflüchteten, jüdischen Familie im Amsterdam zur Welt. Im Jahr 1656 war Baruch de Spinoza aus der jüdischen Gemeinde der Niederlande wegen seines Pantheismus verbannt worden. Er fand Aufnahme in der liberalen Lateinschule des Franciscus van den Enden, seine Hauptbeschäftigung dort war die Studie der Philosophen der Antike.

1660 verfasste der Gelehrte das ,,kurze Traktat über Gott, den Menschen und seine Glückseeligkeit", diese Schrift war nur für den kleinen privaten Kreis der Philosophen bestimmt. Drei Jahre danach, erschien ,,Renati Descartes principie philosophiae", das einzige Buch welches unter Spinozas eigenen Namen zu seinen Lebzeiten veröffentlicht wurde.

Von 1665 bis ca. 1670 arbeitete Baruch de Spinoza am ,,Theologisch-politischen Traktat". Nach dem Fertigstellung des Werkes, publizierte der Autor es anonym. Das Werk stieß auf heftige Kritik. Vier Jahre danach verbot Wilhelm III von Oranien das ,,Theologisch-Politische Traktat". Noch ein Jahr später vollendete Baruch de Spinoza sein Hauptwerk ,,Ethik". Er entschied sich gegen die Veröffentlichung des Werkes, da im damaligen herrschenden politischen Klima, das Buch sofort verboten worden wäre und der Autor mit Repressalien hätte rechnen müssen.

1677 starb Baruch de Spinoza. Seine Nachlaßverwalter veröffentlichten die ,,Opera posthuma", dort zu finden u.a. ,,Die Ethik", ,,Der Theologisch- Politischer Traktat" usw. Im nächsten Jahr kam es zum Verbot der ,,Opera posthuma", das Buch wurde auch in den Index der verbotenen Schriften der katholische Kirche aufgenommen1 (Seidel, Helmut 1994: 138ff)

Quellen

  • Seidel, Helmut: Spinoza zur Einführung. Hamburg : Junius, 1994.
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