Autorenportrait Zygmunt Bauman

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Näheres zum Denken von Zygmunt Bauman findet sich hier.


Zygmunt Bauman wurde am 19. November 1925 in Poznań (Polen) als Sohn einer jüdischen Familie geboren. Er ist heute einer der weltweit anerkanntesten und berühmtesten Soziologen und Philosophen. Seine wichtigsten Arbeiten befassen sich mit zeitgenössischer Kultur in all ihren Erscheinungsformen sowie mit den damit verbundenen Prozessen.


Baumann gehört zu einer Generation, die sich nach dem Krieg vor die Aufgabe gestellt sah, die einmalige Tradition der polnischen Wissenschaft wiederaufzubauen. Seine Arbeiten zeugen von großem essayistischen Talent sowie seiner Gabe, Zusammenhänge allgemeinverständlich darzustellen. Im Jahre 1964 wurde Bauman Professor und Dekan an der Soziologischen Fakultät der Universität Warschau. 1967 trat er aus der KP aus. Ein Jahr später verlor Bauman dann aus politischen Gründen seine Stellung an der Warschauer Universität. Daraufhin verließ er Polen und emigrierte nach England.

In der Emigration entwickelte er sein wissenschaftliches Denken und dessen originellste Aspekte weiter. An der Universität Leeds bekam er eine feste Anstellung. Als Gastprofessor war er ebenfalls an zahlreichen anderen Universitäten wie z.B. Berkeley, Yale, Canberra oder Kopenhagen tätig. Von Anfang an sah Bauman seine Aufgabe darin seine Studenten zu inspirieren und eine Atmosphäre beidseitiger Verständigung und Toleranz zu schaffen.

Seit Ende der 80’er Jahre beschäftigte sich Zygmunt Bauman vor allem mit Studien über den Zusammenhang zwischen der Kultur der Moderne und dem Totalitarismus. Insbesondere beschäftigte er sich mit dem deutschen Nationalsozialismus und dem Holocaust. So wurde Bauman weltweit auch über die Grenzen seines Fachs bekannt. Für sein Buch ,, Modernity and The Holocaust’’ erhielt er den Europäischen AMALFI-Preis auf dem Gebiet der Soziologie und der Sozialwissenschaften. Der Holocaust, so Baumann, sei als Folge einer ungewöhnlichen Häufung von Fakten, die einzeln gesehen ganz gewöhnlich und normal seien entstanden. Die Verantwortung für eine derartige Häufung müsse dem modernen Staat zugeschrieben werden.


ausgewählte Werke

  • Memories of Class: the pre-history and after-life of class, [Erinnerungen an Klasse: Vorgeschichte und Nachleben der Klassen]. London-Boston: Routhledge & Kegan Paul 1982.
  • Freedom, [Freiheit]. Philadelphia: Open University Press 1988.
  • Thinking Sociologically. An introduction for Everyone, [Soziologisch denken. Eine Einführung für Jedermann]. Cambridge, Mass.: Basil Blackwell 1990.
  • Dialektik der Ordnung: die Moderne und der Holocaust (Modernity and The Holocaust). Hamburg: Europäische Verlags-Anstalt 1992.
  • Ansichten der Postmoderne (Intimations of Postmodernity). Hamburg: Argument-Verlag 1995.
  • Liquid Modernity. Cambridge: Polity Press 2000
  • The Individualized Society. Cambridge: Polity Press 2001
  • Wasted Lives. Modernity and its Outcasts, [Verworfenes Leben]. Cambridge: Polity Press 2004


Quellen

Wikipedia, freie Enzyklopädie: http://de.wikipedia.org/wiki/Zygmunt_Bauman, abgerufen am 12.01.2006 http://www.culture.pl/de/culture/artykuly/os_bauman_zygmunt, abgerufen am 12.01.2006 http://www.akademie3000.de/content/referenten/6.htm, abgerufen am 12.01. 2006

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